Schimmel kann eigentlich kaum bessere Bedingungen vorfinden als im Badezimmer. Der ständige Wasserdampf verschafft ihm eine angenehme Luftfeuchte und warm ist es obendrein. Eine Umgebung, in der sich vor allem der schwarze Schimmel besonders gut ausbreiten kann. Und der ist auf den meist weißen Wänden und Decken nicht nur unschön anzusehen, er birgt auch noch gesundheitliche Risiken.

1. Die beste Lösung: Schimmelbildung von vornherein vermeiden

Der beste Weg, gegen Schimmel vorzugehen, liegt darin, ihn von vornherein zu vermeiden. Effektiv vorbeugen heißt in diesem Fall regelmäßig lüften, idealerweise mehrmals täglich und vor allem unmittelbar nach dem Duschen oder Baden. Denn dann kondensiert besonders viel Wasserdampf an Decken und Wänden und begünstigt somit die Schimmelbildung. Wer eine Badezimmer ohne Fenster hat, sollte beim regelmäßigen Stoßlüften der Wohnung zumindest die Badezimmertüre offenstehen lassen. Gibt es im Bad eine Belüftung, ist es sinnvoll, diese auch nach der Badnutzung noch eine Weile laufen zu lassen. Oftmals sind solche Belüftungsanlagen an den Lichtschalter gekoppelt. Sofern nicht schon vorhanden, empfiehlt sich hier die Installation eines Nachlaufrelais. Damit lässt sich die Belüftung beispielsweise so einstellen, dass sie noch 30 Minuten nach Abschalten des Lichts weiterläuft.

2. Altbewährte Hausmittel: Essig und Alkohol

Wer den Einsatz von chemischen Mitteln erst einmal vermeiden möchte, kann sich mit zwei Hausmitteln behelfen. Von Schimmel befallene Stellen werden einfach mit Essig eingerieben. Dieser muss eine Weile (ca. 20-30 Minuten) einwirken und kann dann abgewischt oder abgebürstet werden. Alkohol funktioniert auf die gleiche Weise, verflüchtigt sich aber sehr viel schneller als Essig. Daher sollte Alkohol mehrmals aufgetragen werden. Vor allem bei Schimmel in Fugen empfiehlt sich hier eine spezielle Fugenbürste, die im Baumarkt erhältlich ist.

3. Schimmelentferner aus dem Fachhandel

Sitzt der Schimmel auf der Tapete, empfiehlt sich eher der Einsatz von Schimmelentferner. Dieser ist ebenfalls im Baumarkt erhältlich und wird einfach in der empfohlenen Dosierung auf die befallenen Stellen aufgesprüht. Auch hier bedarf es meist einer bestimmten Einwirkzeit, bevor die Rückstände abgewischt werden können. Schimmelentferner lässt sich auch gut bei Schimmelbildung in Silikonfugen einsetzen. Der Befall sollte aber noch nicht zu weit vorangeschritten sein. Ist die Fuge bereits mit Schimmel durchsetzt, hilft nur mühevolles Auskratzen und Neuverfugen.

4. Schimmel rechtzeitig entfernen

Wichtig ist, den Schimmel möglichst frühzeitig zu bekämpfen. Denn ist er einmal ins Mauerwerk eingedrungen, bedarf es schon umfangreicherer Sanierungsmaßnahmen, um der Lage wieder Herr zu werden. Begnügt man sich hingegen mit einfachem Abwischen, kann der Schimmel schon nach wenigen Tagen erneut an derselben Stelle auftauchen.

5. Fugen regelmäßig reinigen

In den Fugen zwischen den Bodenfliesen und den unteren Wandfliesen nistet sich Schimmel besonders gerne und besonders hartnäckig ein. Das gilt sowohl für Mörtel- als auch Silikonfugen. Diese Fugen sollten daher besonders oft gereinigt werden. Auch hierbei leistet eine Fugenbürste zusammen mit Schimmelentferner gute Dienste. Auf diesem Wege lassen sich auch gleich noch unschöne Kalkrückstände entfernen.